Digitalkompetenz fördern und fordern

Digitalkompetenz fördern und fordern
Johannes Muck

Johannes Muck

Johannes ist bei TOPIX für die Online-Themen Website, Blog, Newsletter und SEA/SEO zuständig. Vor TOPIX betreute er bei einem Industrie-Unternehmen die Website und das CRM-System.

09. April 2021
Lesezeit: ca. 4 min

Die Digitalkompetenz der Mitarbeiter ist heute ein wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Was sollten Firmen in diesem Zusammenhang beachten, um optimal davon zu profitieren? In diesem Beitrag lesen Sie:

  • was Digitalkompetenz konkret bedeutet
  • wie Ihr Unternehmen davon profitiert
  • wie Sie digital kompetente Mitarbeiter erfolgreich rekrutieren
  • wie Sie Ihr Personal auf effiziente Weise digital fortbilden

 

Die Digitalisierung schreitet voran

Die digitale Transformation gewinnt immer mehr Einfluss auf Gesellschaft und Wirtschaft. Die COVID-19-Pandemie hat diesen Trend noch verstärkt. Wo immer möglich, mussten Beschäftigte von Unternehmen ihren Tätigkeitsschwerpunkt ins Home Office verlagern. Unabdingbar hierfür war die durchgängige, digitale Anbindung des heimischen Arbeitsplatzes an die Firmen-Infrastruktur. Betriebliche Workflows und Kommunikationsprozesse mussten innerhalb kürzester Zeit überdacht und komplett neu gestaltet werden. Remote-Meetings über Collaboration-Plattformen und Video-Conferencing-Tools wie Microsoft Teams oder Zoom gehören seitdem zur Tagesordnung. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sehen sich durch diesen Strukturwandel mit großen Herausforderungen konfrontiert, was die Implementierung digitaler Prozesse betrifft.

Umso wichtiger ist es daher, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über ausreichende digitale Kompetenzen verfügen. In erster Linie ist dies eine Frage der Haltung: Bin ich grundsätzlich bereit, mich auf Neues, Unbekanntes einzulassen? Möchte ich Zeit und Aufwand investieren, um mich in digitale Prozesse und Technologien einzuarbeiten? Kann ich schon jetzt sehen, welchen Nutzen mir diese Einstellung verschafft und wie ich langfristig von den vielen Vorteilen digitaler Workflows profitieren kann? Beantworten Beschäftigte diese Fragen mit „ja“, bringen sie die besten Voraussetzungen für eine hohe Digitalkompetenz mit. Konkret bedeutet dies: Mitarbeiter schrecken nicht davor zurück, sich mit Business-Software wie ERP- oder CRM-Systemen auseinanderzusetzen. Sie zeigen die Bereitschaft, sich über Collaboration-Tools mit Kollegen auszutauschen. Sie nutzen digitale Kommunikationskanäle über verschiedenste Endgeräte wie Desktop-PC, Laptop, Tablet und Smartphone – um nur einige Beispiele zu nennen.

Dabei zählt nicht nur der gute Wille. Digital kompetente Mitarbeiter sollten auch über das technische Verständnis und das nötige Know-how verfügen, um die Systeme und Lösungen nutzbringend anwenden zu können. Für so genannte Digital Natives – also Menschen, die etwa ab 1980 geboren sind – mag dies selbstverständlich sein. Sie wachsen direkt in die digitale Gesellschaft hinein und eignen sich schnell eine entsprechende Denkweise an. Daher gilt die Faustregel: Je jünger ein Mitarbeiter, desto stärker ist dessen digitale Affinität. Ältere Beschäftigte haben hier eher Nachholbedarf und sollten daher tendenziell intensiver geschult werden. Ausnahmen bestätigen jedoch auch hier die Regel.

 

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Bildquelle: Statista (https://de.statista.com/infografik/23499/unternehmen-die-ihren-digitalisierungsgrad-waehrend-der-corona-pandemie-erhoeht-haben/)

 

Unternehmen profitieren von zahlreichen Vorteilen

Die Vorteile für Unternehmen liegen auf der Hand: Digital kompetente Mitarbeiter arbeiten produktiver und schneller. Sie nutzen das Automatisierungspotenzial von Software-Technologien in vollem Umfang, was die Prozesse beschleunigt und durchgängiger gestaltet. Medienbrüche und Fehler durch manuelle Arbeitsschritte werden vermieden. Der Kundenservice verbessert sich und wird dynamischer, da Berater schneller auf Anfragen reagieren können. Zudem lassen sich dank einer zentralen, konsistenten Datenbasis verschiedenste Vertriebsdokumente und Angebote zeitnah erstellen und an den Kunden senden. Im Ergebnis profitieren Unternehmen von einer höheren Produktivität und Rentabilität, was klare Wettbewerbsvorteile und eine starke Marktposition sichert.

Digital kompetente Mitarbeiter überzeugen noch durch einen weiteren entscheidenden Vorteil, nämlich ein hohes Maß an Mobilität. So ebnen digitale Systeme und Infrastrukturen den Weg für ortsunabhängiges Arbeiten, was gerade in Corona-Zeiten von wichtiger Bedeutung ist. Auch können Familienangehörige mit Kindern und Alleinerziehende im Home Office flexibler für ihren Arbeitgeber tätig sein, sodass dieser in vollem Umfang vom Potenzial seiner Belegschaft profitiert. Darüber hinaus lässt sich mit digital affinen Mitarbeitern eine bessere, durchgängige und abteilungsübergreifende Team-Zusammenarbeit realisieren, auch über Ländergrenzen hinweg. Dadurch können verschiedenste Expertisen und kulturelle Kompetenzen genutzt werden, um die Unternehmensziele zu erreichen. So treibt die Digitalkompetenz von Menschen die Globalisierung entscheidend voran.

 

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Bildquelle: Statista (https://de.statista.com/infografik/23888/dauerhaft-homeoffice_-jeder-fuenfte-wuerde-umziehen/)

 

Digital kompetente Mitarbeiter finden und binden

Wie die Beispiele zeigen, profitieren Firmen jeglicher Größe enorm von den digitalen Fähigkeiten ihres Personals. Daher ist es von hoher Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg, entsprechende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu finden und einzustellen. Wie kann dies gelingen? Hier gelten natürlich dieselben Regeln wie für die Rekrutierung allgemein hochqualifizierter Arbeitskräfte. Je attraktiver das Unternehmen am Arbeitsmarkt in Erscheinung tritt, desto eher wird es Kandidaten mit hoher, digitaler Performance ansprechen. Signalisiert die Firma zudem, dass sie auch selbst eine gewisse digitale Kultur lebt und über entsprechende Technologien verfügt, wirkt dies ungemein anziehend auf die „richtigen“ Bewerber. Der Einsatz einer modernen, leistungsfähigen ERP-Software beispielsweise lässt auf eine solche Corporate Identity schließen.

Darüber hinaus sollten Personalverantwortliche im Auswahlprozess auf bestimmte Details in Lebenslauf und Anschreiben achten: Verfügt der Bewerber über Zertifikate, die den sicheren Umgang mit einschlägigen Software-Lösungen belegen? Kann er Kenntnisse über die Anwendung oder sogar die Programmierung entsprechender Tools vorweisen? Und auch bei den Hobbies können sich wichtige Indikatoren finden: Beschäftigt sich der Kandidat in seiner Freizeit mit digitalen Themen und Technologien? Konfiguriert er beispielsweise PCs für Bekannte? Betreibt er einen eigenen Blog oder produziert er YouTube-Videos? Alle diese Faktoren weisen auf eine hohe digitale Kompetenz hin.

 

In professionelle, digitale Weiterbildung investieren

Wie verhält es sich nun mit bestehendem Personal, das noch Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung hat? Hier sollten Unternehmen unbedingt in professionelle Weiterbildungsangebote investieren, um das volle Leistungspotenzial der Angestellten abzurufen. Zu empfehlen sind etwa E-Learning-Portale wie beispielsweise X-CELL oder die Haufe Akademie, die diverse, online-basierte Trainingsformate mit verschiedensten, digitalen Inhalten anbieten. Auch altbewährte Präsenz-Seminare wie Computer-Kurse oder Software-Schulungen sind ein guter Weg, um digitale Themen mit hohem Praxisbezug und persönlicher Note zu vermitteln. Dabei sollten Unternehmen auf Anbieter zurückgreifen, deren IT-Lösungen sie im eigenen Haus einsetzen. Denn diese kennen ja schließlich den Funktionsumfang und die Vorzüge ihrer Produkte und Lösungen am besten.

TOPIX etwa bietet seinen Anwendern zahlreiche Möglichkeiten, um sich gezielt weiterzubilden und sich mit den Features der Software vertraut zu machen. Hierfür führen wir professionelle Schulungen, Trainings sowie Consulting-Leistungen durch und orientieren uns dabei ganz flexibel an den jeweiligen Kundenwünschen. Möglich sind sowohl Online- als auch Präsenzkurse vor Ort (unter Einhaltung der entsprechenden Hygiene-Vorschriften), Einzel- und Gruppen-Workshops sowie Trainingsformate für die allgemeine Bedienung der Software und für spezielle Themen oder Module.

 

Fazit

Die digitale Kompetenz der Mitarbeiter ist heute für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg unerlässlich. Um von den vielen Vorteilen zu profitieren, sollten Personalverantwortliche beim Recruiting gezielt auf entsprechende Fähigkeiten und Kenntnisse der Bewerber achten. Verfügen bestehende Mitarbeiter noch nicht über genügend digitales Know-how, sollten Firmen in professionelle Schulungsangebote investieren und dabei erfahrene Dienstleister ins Boot holen.



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